397 Samstag, 15.07.2006
      Larmkogel, 3.022 m
Hohe Tauern,  Österreich
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Tourdaten vom 15.07.2006
Mountainbike- und Bergtour kombiniert
Thomas, Antje
Hollersbach
900 m
2202 Hm
Ziel erreicht: ja
Notizen
aktuelles Wetter zur Tour
Endlich, endlich, nach 2 ½ monatiger Abstinenz endlich mal wieder eine Bergtour. Einen kleinen, technisch leichten 3000er habe ich mir in den Kopf gesetzt – den Larmkogel in den Hohen Tauern. Da wir die Unternehmung als Tagestour (Bike & Hike) angehen wollen, klingelt gegen 4 Uhr in der früh der Wecker. Um 4:45 Uhr fahren wir die Autobahn bis Kufstein Süd dann nach Kitzbühel und weiter über den Pass Thurn nach Mittersil. Dann noch ein kleines Stück bis zum Ort Hollersbach, durch diesen durch und weiter zum Ausgangspunkt, dem Gasthaus Seestube (ca. 900m). Punkt 7 Uhr starten wir mit den MTB’s ins Hollersbachtal. Auf guter Forststrasse geht es anfangs, schon kräftig in die Pedalen tretend, an einem kleinen Stausee vorbei. Man gewinnt schnell an Höhe, nach ca. 15 Minuten und einer kleinen Abfahrt (ca. 50hm) passiert man die ersten der vielen kleinen Almen, die sich im Hollersbachtal angesiedelt haben. Gemächlich fahren wir nun das lange Tal hinauf, bis wir am Ende die Talstation der Materialseilbahn (ca. 1600m) nach 1:40h erreichen. Hier parken wir unsere Räder. Nun geht es zu Fuss weiter Richtung Neue Fürther Hütte. Nachdem man einen kleinen steileren Absatz überwunden hat, öffnet sich der Blick in ein linker Hand liegendes Hochtal. Einen kleinen Bach querend geht es nun über Almwiesen hinauf zur Hütte. Dabei zieht ein vom Kratzenbergsee gespeister, sehr imposante Wasserfall immer wieder unsere Blicke auf sich. Gegen 10:15 Uhr erreichen wir die auf 2201m gelegene Hütte, die nahe dem Kratzenbergsee liegt. Nach einer kurzen Pause (wir wechseln Radl- gegen Wanderhose), machen wir uns startklar für die letzte Etappe Richtung Gipfel. Etwas skeptisch verfolge ich das Wolkenspiel, immer wieder ziehen grosse Wolkenbanken über die Gipfel und durch die Täler. Wird das Wetter halten, was die Vorhersage verspricht („sehr geringes Gewitterrisiko“) ? Werden wir am Gipfel überhaupt was sehen, oder nur im Nebel stehen ? Wir queren am Kratzenbergsee den Seebach und steigen über Almwiesen in Serpentinen nach oben. Der Steig wird mit zunehmender Höhe immer steiniger. Es weht ein leichter Wind, die Wolken sind ständig in Bewegung. Plötzlich reisst es etwas auf, und durch die lichter werdenden Wolkenschwaden kann man das Gipfelkreuz sehen. Ich bin begeistert und nachdem uns ein absteigender Bergfreund von der grossartigen Fernsicht am Gipfel zum Venediger berichtet, sind alle Zweifel wie weggeblasen. Wir stampfen weiter nach oben Richtung Larmkogelscharte. Langsam merken wir, dass wir schon einige Höhenmeter in den Beinen haben. Wir queren einige wenige Minischneefelder und gegen 12:20 Uhr öffnet sich in der Scharte stehend der Blick zum Klein- und Grossvenediger – es ist einfach fantastisch. Nach einer abschliessenden kleinen Kraxelei zum Gipfelkreuz fallen wir uns gegen 12:40 Uhr glücklich in die Arme. Über eine Stunde sitzen wir allein am höchsten Punkt und geniessen die Fernsicht. 
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